Die ethnische Homogenität müsse gewahrt werden, selbst die Putzfrau solle Ungarin sein und es werde zurückgeschlagen, sollten ungarische Arbeitnehmer im Ausland schlecht behandelt werden. Diese Zukunft zeichnete Viktor Orbán bei der heutigen Eröffnung des Geschäftsjahres der Ungarischen Kammer für Handel und Industrie.

Die Lage sei nicht gut, aber ermutigend, meinte Orbán heute bei der Ungarischen Handelskammer. Derzeit gebe es keine großen Fehler in der Wirtschaftspolitik, aber schlechter könne es immer noch werden. Die Falle, in der die mittelmäßig entwickelten Länder steckten – das Problem, dass man nicht schlecht dastehe, aber zu den entwickeltsten Ländern nicht aufschließen können -, bedrohe auch Ungarn. Wenn Ungarn alles so weitermache wie im letzten Jahr, sei das nicht genug, erklärte Orbán.

Weiters gab Orbán zu verstehen, dass „die ethnische Homogenität gewahrt bleiben muss„, weil die „übertriebene Vermischung zu Problemen führt“. Er halte auch die „kulturelle Einfärbigkeit“ für wichtig, die „innerhalb einer Bandbreite kulturelle Buntheit bedeutet“.
Wenn jemand durch Ungarn reise, sehe er, dass hier ein Kulturvolk lebt, das auf seine Umwelt achtet. Vielleicht sehe man das in Budapest nicht so deutlich, meinte er, doch sei das auf dem Land besonders wichtig.

Quelle: magyarnarancs.hu

Wichtig sei auch, dass in Ungarn ungarische Menschen die Arbeit verrichteten. Für manche sei es nicht wichtig, dass auch die Putzfrau Ungarin sei.
Orbán erklärte, dass man das Wachstum des BIP, das zwischen 3-5 % liege, „verteidigen“ und nach 2020 ein Wachstum über 5 % erreichen müsse.

„Ohne große Taten werden wir das Feld der mittelmäßig entwickelten Länder nie hinter uns lassen“, meinte Orbán. Diese „großen Taten“ seien der Ausbau der Bahnlinie Budapest-Belgrad bzw. die Erweiterung des Atomkraftwerks Paks. Es sei kein Zufall, dass man diese Projekte aus dem Ausland zu verhindern versuche.
Das niedrige ungarische Steuerniveau (sic!) gefalle anderen Staaten genauso wenig, in diesem Zusammenhang sei vor allem Österreich zu erwähnen.
Wenn im Ausland ungarische Arbeitnehmer diskriminiert würden, werde Ungarn ähnliche Schritte unternehmen, versprach Orbán.

Orbán erwähnte auch das Bedingungslose Grundeinkommen: Würde es in Ungarn eingeführt, könnten alle Unternehmen zusperren. Ungarn habe keine Möglichkeit, ohne Leistung und Arbeit Geld zu verteilen, auch weil „die ethnischen Verhältnisse kompliziert“ seien. [Das bezog sich ganz klar auf die „faulen“ Roma.]

Von besonderer Wichtigkeit sei auch billige Energie für ungarische Unternehmen. Diese könnte laut heutigem Wissensstand nur in Atomkraftwerken hergestellt werden.
[Er ist wieder da.]


Quelle: http://hvg.hu/gazdasag/20170228_Orban_a_tul_nagy_keveredes_bajjal_jar
http://magyarnarancs.hu/villamnarancs/orban-viktor-szerint-etnikai-okokbol-elkepzelhetetlen-az-alapjovedelem-102706

Von Redaktion

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